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2019

DIE OBERLAUSITZ, ZWISCHEN NEISSE UND SPREE

Görlitz - Geschichtsträchtige Stadt im Stilemix: Gotik, Renaissance, Barock
Die Europastadt Görlitz war erstes Ziel:
eine historische Altstadt mit urigen Gassen und einer für Deutschland einzigartigen Gebäudevielfalt aus der Zeit der Gotik, der Renaissance, des Barock, des Jugendstils und der Gründerzeit.
Görlitz ist Partnerstadt von Wiesbaden, wobei die historischen Gebäude in Görlitz besser gefielen als die Wiesbadener.
Diese beeindruckende Kulisse
hat außer den Touristen auch viele nationale und internationale Filmproduzenten inspiriert. Gemeinsam mit Zgorzelec, dem auf der östlichen Seite der Neiße gelegenen polnischen Stadtteil, hat sich Görlitz 1998 zur Europastadt erklärt.
Auf der 2004 neu erbauten Altstadtbrücke ging es über die Neisse nach Görlitz-Zgorzelec.

BAUTZEN - MIT STADTFÜHRERIN FRANZISKA
Dann stand Bautzen - bei uns wohl eher bekannt wegen dem Bautz´ner Senf oder dem Zuchthaus der Stasi - auf dem Programm: Stadtführerin Teda (mit bürgerlichem Namen Franziska) in schicker Sorbener Tracht - denn Bautzen ist das politische und kulturelle Zentrum der Sorben - erzählte an historischen und idyllischen Plätzen sagenhafte Geschichten, so etwa zur Entstehung des Stadtnamens: so soll eine reisende schwangere Herzogin an der Stelle, wo heute Bautzen liegt, Rast gemacht und überraschend ihr Kind geboren haben. Der herbeieilende Herzog soll dann "Bude syn?“ (Wird es ein Sohn?) gefragt haben. 

PULSNITZ - EINZIGARTIGE BLAUDRUCKWERKSTATT
In Pulsnitz fühlten sich die AH´s 250 Jahre zurück versetzt:
sie besuchten eine Blaudruckwerkstatt, lernten ein uraltes Handwerk kennen. An großen Drucktischen werden Baumwoll- oder Leinenstoffe Stück für Stück mit Modeln bedruckt.
Das Ergebnis mehrerer Arbeitsgänge
mit Verfahren - zum Teil strenge, uralte Betriebsgeheimnisse - sind wunderschöne blaue Muster auf strahlendem weißen Untergrund.

ZITTAU - GROSSES FASTENTUCH UND SCHMALSPURBAHN UNTER DAMP
Die Fahrt am nächsten Tag mit dem Bus der Firma Bohr
führte in das fast 800 Jahre alte Zittau, Führerin war (die hier bürgerliche) Franziska, die uns die Geschichte der Sorben näher brachte. Etwas ganz Besonderes konnte in der Kirche zum Heiligen Kreuz besichtigt werden: das sogenannte "Große Zittauer Fastentuch" (ca. 8x6 m) aus dem Jahr 1472.
Es gehört mit dem Teppich von Bayeux zu den eindrucksvollsten Textilwerken der abendländischen Überlieferung und ist das einzig erhaltene Fastentuch des sogenannten bilderreichen Feldertyps in Deutschland.
Nach einem Stadtspaziergang ging es dann in das Zittauer Gebirge
mit der nostalgischen dampflokbetriebenen Schmalspurbahn nach Oybin im Zittauer Gebirgswald, eine Fahrt, die nicht nur Technikfans begeisterte.
Besichtigt wurde auch die Oybiner Bergkirche,
sehr beliebt als Hochzeitskirche, mit dem unregelmäßigen Grundriss, da der gewachsene Fels den Kirchenraum begrenzt. Durch diese architektonisch-geologische Besonderheit liegt der Altarraum deutlich tiefer als der Eingang. Das starke Gefälle in der Kirche beeindruckte nachhaltig.

ALLES HAT EIN ENDE
Am fünften Tag ging es dann wieder zurück ins heimische Gonsenheim: 31 AH´s blicken zurück auf fünf Tage voller nachhaltiger Eindrücke. Besonders begeistert waren alle von den liebevoll restaurierten Städten und dem insgesamt kulturell-historischen Erbe.

2017

29.05. - 02.06.2017 AH-Tour: "Spreewald" von Jürgen Blaschk

Gonsenheimer AH-Handballer auf Spreewaldtour
Zu einer fünftägigen Busreise mit Unterkunft in Cottbus/Brandenburg starteten am Montag, dem 29.05.2017 vom Gonsenheimer Juxplatz aus 35 Personen um den Spreewald zu erkunden. Zur Reise gehörte natürlich das übliche HCG-Frühstück mit Weck, Worscht und Woi, das natürlich die Teilnehmer auf die Tour richtig einstimmte. Eine größere Pause gab es, um die Moritzburg bei Dresden zu besuchen. Gegen 17 Uhr war unser Ziel erreicht und es konnten problemlos die Hotelzimmer bezogen werden. Die nächsten drei Tage standen ganz im Zeichen die Lausitz zu erkunden. Begonnen hat es mit dem Besuch von Fürst Pücklers Schloss Branitz. Beim Rundgang durch den Schlosspark mit Besichtigung des Schlosses kamen wir auch beim Grab von Hermann Graf von Pückler vorbei, der in der Vorwoche verstarb und am Montag beerdigt wurde. Am Nachmittag gab es die Stadtrundfahrt Cottbus mit Rundgang und freier Verfügung. Auch das Apotheken-Museum war ein Abstecher wert.

Höhepunkt am Mittwoch war jedoch die „traditionelle Kahnfahrt“
durch den Spreewald. Bevor wir dort ankamen besuchten wir noch die Straupitzer Kirche und die Straupitzer Dreifachmühle. Machten Halt in Lübben um die Spreewald-Gurken zu testen und zu verkosten. Weiter ging es dann nach Burg wo wir dann mit zwei Kähnen für zwei Stunden den Spreewald auf dem Wasserwege mit seiner Natur- und Kulturlandschaft erkundeten. Gelandet sind wir dann bei einer Spreewaldgaststätte, wo das Abendessen serviert wurde.

Der Donnerstag führte uns zum „Barockwunder Brandenburgs“,
der Klosteranlage in Neuzelle mit den beiden Barockkirchen, wo eine ausführliche Besichtigung auf dem Programm stand. Die Mittagspause verbrachten wir in Bad Saarow am Scharmützelsee. Durch das Schlaupetal ging es zurück nach Cottbus. Die Reiseleiterin brachte auf ihre Art und Weise uns ihre Heimat näher und vermittelte auch Informationen über das Leben der Sorben/Wenden in der Lausitz.

Bei der Heimreise starteten wir bei 20 Grad Temperatur in Cottbus
und landeten bei 30 Grad wieder gesund und munter in Gonsenheim. Auch auf der Rückreise gab es wieder fürstliches zu verspeisen. Die Organisatoren hatten dafür gesorgt, dass es Baguette, Würstchen, Blutwurst, Käse sowie Spreewaldgurken und (Rheinhessen)-Wein im Angebot gab.

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