03.-07.06.2019: AH-Tour in die Oberlausitz

03. - 07.06.2019: AH-Tour 2019 in die Oberlausitz

Text: Gustl Kornes / Fotos: Uli Bieker

 

 

31 AH´s mit Stadtführerin Franziska in Sorbener Tracht

Die Oberlausitz, zwischen Neisse und Spree

Über die Neisse ins polnische Zgorzelec mit OB-Wahlplakat für Görlitz
Europäisches Projekt


 

 

 

 

 

 

Görlitz - Geschichtsträchtige Stadt im Stilemix: Gotik, Renaissance, Barock

 

 

 

 

Die Europastadt Görlitz war erstes Ziel:

eine historische Altstadt mit urigen Gassen und einer für Deutschland einzigartigen Gebäudevielfalt aus der Zeit der Gotik, der Renaissance, des Barock, des Jugendstils und der Gründerzeit.

Görlitz ist Partnerstadt von Wiesbaden, wobei die historischen Gebäude in Görlitz besser gefielen als die Wiesbadener.

 

 

Diese beeindruckende Kulisse

hat außer den Touristen auch viele nationale und internationale Filmproduzenten inspiriert. Gemeinsam mit Zgorzelec, dem auf der östlichen Seite der Neiße gelegenen polnischen Stadtteil, hat sich Görlitz 1998 zur Europastadt erklärt.

 

Auf der 2004 neu erbauten Altstadtbrücke ging es über die Neisse nach Görlitz-Zgorzelec.

 

 

Bautzen - mit Stadtführerin Franziska

Dann stand Bautzen - bei uns wohl eher bekannt wegen dem Bautz´ner Senf oder dem Zuchthaus der Stasi - auf dem Programm: Stadtführerin Teda (mit bürgerlichem Namen Franziska) in schicker Sorbener Tracht - denn Bautzen ist das politische und kulturelle Zentrum der Sorben - erzählte an historischen und idyllischen Plätzen sagenhafte Geschichten, so etwa zur Entstehung des Stadtnamens: so soll eine reisende schwangere Herzogin an der Stelle, wo heute Bautzen liegt, Rast gemacht und überraschend ihr Kind geboren haben. Der herbeieilende Herzog soll dann "Bude syn?“ (Wird es ein Sohn?) gefragt haben. 

Pulsnitz - einzigartige Blaudruckwerkstatt

Quelle: website Pulsnitzer Blaudruck

 

 

 

In Pulsnitz fühlten sich die AH´s 250 Jahre zurück versetzt:

 

 

sie besuchten eine Blaudruckwerkstatt, lernten ein uraltes Handwerk kennen. An großen Drucktischen werden Baumwoll- oder Leinenstoffe Stück für Stück mit Modeln bedruckt.

 

 

Das Ergebnis mehrerer Arbeitsgänge

 

mit Verfahren - zum Teil strenge, uralte Betriebsgeheimnisse - sind wunderschöne blaue Muster auf strahlendem weißen Untergrund.

Zittau - Großes Fastentuch und Schmalspurbahn unter Dampf

Das Zittauer Fastentuch
unterwegs mit der Schmahlspurbahn
in der Oybiner Bergkirche

Die Fahrt am nächsten Tag mit dem Bus der Firma Bohr

führte in das fast 800 Jahre alte Zittau, Führerin war (die hier bürgerliche) Franziska, die uns die Geschichte der Sorben näher brachte. Etwas ganz Besonderes konnte in der Kirche zum Heiligen Kreuz besichtigt werden: das sogenannte "Große Zittauer Fastentuch" (ca. 8x6 m) aus dem Jahr 1472.
.

Es gehört mit dem Teppich von Bayeux zu den eindrucksvollsten Textilwerken der abendländischen Überlieferung und ist das einzig erhaltene Fastentuch des sogenannten bilderreichen Feldertyps in Deutschland.

 

Nach einem Stadtspaziergang ging es dann in das Zittauer Gebirge

mit der nostalgischen dampflokbetriebenen Schmalspurbahn nach Oybin im Zittauer Gebirgswald, eine Fahrt, die nicht nur Technikfans begeisterte.

 

Besichtigt wurde auch die Oybiner Bergkirche,

sehr beliebt als Hochzeitskirche, mit dem unregelmäßigen Grundriss, da der gewachsene Fels den Kirchenraum begrenzt. Durch diese architektonisch-geologische Besonderheit liegt der Altarraum deutlich tiefer als der Eingang. Das starke Gefälle in der Kirche beeindruckte nachhaltig.

Alles hat ein Ende

Am fünften Tag ging es dann wieder zurück ins heimische Gonsenheim: 31 AH´s blicken zurück auf fünf Tage voller nachhaltiger Eindrücke. Besonders begeistert waren alle von den liebevoll restaurierten Städten und dem insgesamt kulturell-historischen Erbe.