12.2017: Die Weihnachtsgeschichte

12.2017: Die Geschichte zu Weihnachten, erzählt von HCG-Schriftführer Gunnar Schwarting

Wie der Handball zu den Menschen kam - Was uns die Bibel aber verschweigt -

 

Adam und Eva sitzen im Paradies.

Lustlos schlürft Adam aus dem Bach, in dem Milch fließt, während Eva sich Honig in den Mund träufelt. „Ist Dir auch so langweilig?“, fragt Adam. Eva nickt. „Ich muss ja nicht mal etwas kochen. Wir kriegen doch immer Fertiggerichte.“ „Und dieser Engelsgesang“, knurrt Adam, „so getragene Musik, nichts Flottes!“

 

In dem Moment kommt die Schlange vorbei.

„He, Euch ist langweilig, stimmt‘s? Ich seh‘ es Euch doch an der Nasenspitze an.“ Adam und Eva bejahen seufzend. „Hm, ich hätte da eine Idee – sehr Ihr diesen schönen runden Apfel?“ Die beiden Menschen schlagen sich die Hand vor den Mund. „Der ist uns doch verboten! Das hat uns der HERR ausdrücklich eingeschärft.“ „Was hat er denn verboten?“, will die Schlange wissen. „Na, ihn zu essen – was sollten wir auch sonst mit dem Apfel machen.“

 

Die Schlange blinzelt listig. „Wer sagt denn, dass Ihr ihn essen sollt.

Ihr könnt Euch den Apfel doch zuwerfen. Hätte ich Hände, würde ich es Euch zeigen.“ Adam und Eva blicken verständnislos; doch dann pflückt Eva den Apfel und wirft ihn zu Adam. Im letzten Moment fängt er ihn und wirft zurück. Doch bald ist auch das nicht mehr aufregend.

 

Teil II:

 

Adam schaut sich um, bis er zwei Bäume findet, die nahe beieinander stehen.

„Versuch‘ doch den Ball zwischen die Bäume zu werfen und ich muss sehen, ob ich ihn fangen kann.“ „Prima“, ruft Eva und pflanzt sich direkt vor ihm auf. „Wenn Du direkt vor mir stehst habe ich ja keine Chance“, nörgelt Adam. „Also gut, ich gehe sieben Schritte zurück. Einverstanden?“ So kommt es zum ersten Siebenmeter der Weltgeschichte!

 

In dem Moment kommt der HERR vorbei und sieht,

dass am Baum ein Apfel fehlt. Wutschnaubend eilt er zu Adam und Eva: „Ich habe Euch doch verboten …“, donnert ER. Doch Eva antwortet schnippisch „… ihn zu essen. Aber hier ist er, rund und ganz!“ Der HERR gibt sich geschlagen und setzt seinen Rundgang vor sich hin brummend fort.

 

Inzwischen haben die beiden Menschen aber auch an der neuen Spielart

keine rechte Freude mehr. „Lass uns doch die Affen fragen, ob sie mitspielen wollen“, schlägt Adam vor. Die Affen sind begeistert und werfen fröhlich den Apfel hin und her. Aber bald werden sie übermütiger, klettern in die Bäume und verstecken den Apfel. Wenn sie von Ast zu Ast springen klemmen sie sich den Apfel zwischen die Zähne – Adam und Eva rufen entsetzt „Lasst das bleiben!“. Aber die Affen kümmern sich nicht drum.

 

Schließlich passiert, was passieren muss.

Einer der Affen schleudert den Apfel zu Adam, der duckt sich vor Schreck und im nächsten Moment klirrt es fürchterlich...

 

Der dritte und letzte Teil:

 

Der Apfel ist durch die Scheibe der Werkstatt des HERRN geflogen.

Blitzartig sind die Affen verschwunden, während Adam und Eva erschrocken das Malheur betrachten. Der Krach ist auch dem HERRN nicht verborgen geblieben. Mit großen Schritten eilt ER herbei. Kaum hat ER die Werkstatt betreten, sieht ER das ganze Ausmaß der Zerstörung.

 

„Die Scheibe wäre nicht so schlimm gewesen,

aber der kleine Dinosaurier, den ich geformt habe, ist auch hinüber! Jetzt muss die Welt ohne Dinosaurier auskommen!“ Dann wendet ER sich zu Adam und Eva: „Ihr verlasst sofort das Paradies – ihr habt euch meines Garten Eden nicht würdig gezeigt!“ Schüchtern wirft Adam ein: „Das waren wir nicht, das waren die Affen!“

 

Der HERR lässt sich nicht besänftigen. „Die fliegen auch raus

aber ihr zwei habt das ganze Elend ja begonnen. Jetzt könnt ihr meinetwegen auch den Apfel aufessen!“ Dann ruft ER einen Erzengel. „Bring sie zur Pforte des Gartens und schick sie hinaus. Danach kommst du zurück und suchst die Affen; die haben hier auch nichts mehr verloren.“

 

Das war das Ende des HC Eden, der mit einer ewigen Zeitstrafe belegt wurde!

 

Merke: Beiss nicht gleich in jeden Apfel – es könnt‘ ein Handball sein!

Gunnar Schwarting