Es hätte so ein schöner Samstagmorgen werden können, doch der Trainer der Herren II hatte sich großes vorgenommen. „Wir machen nen Triathlon, denn Stillstand ist der Tod.“ Nachdem wochenlang alles gründlich geplant wurde, die Strecken ausgewählt,Helferinnen gesucht und natürlich fleißig trainiert wurde, die ersten Laufeinheiten standen seit Mai auf dem Wochenprogramm, war es am Samstag, den 27.07.2010,schließlich soweit. Zwölf tapfere Mannen standen in den Trikots der HCG um 9 Uhr am Schwimmbad bereit, um die 600m Schwimmen im Mombacher Freibad, die 26km über Budenheim, Drais, Lerchenberg und Gonsenheim zu Rad und die abschließenden 7km zu Fuß zu bewältigen. Nach eingehender Begutachtung der eigens besorgten Rennräder mussten wir, hochmotiviert für die erste Etappe, trotz aller gründlichen Vorbereitungen, feststellen, dass das Freibad erst um 10 seine Tore öffnet. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, so dass wir doch fast pünktlich beginnen konnten. Trotz aller Versuche, sich Vorteile im Wettbewerb durch den Einsatz von Badekappen, Beinrasuren und Badeslips der Marke „Lusttöter & Modesünden der 80er“ zu verschaffen, zeichnete sich recht bald ein Führungsfeld ab. Während einige noch ihre letzten Bahnen vor sich hatten, ließen sich andere am Beckenrand schon von ihrem persönlichen Trainer/Mutter die Haare trockenrubbeln. Fließend ging es weiter zur zweiten Etappe, einer Rundtour um Mainz, vom Mombacher Schwimmbad über Budenheim-Gonsenheim-Drais-Lerchenberg-Mombach, einer Strecke von 26km. Zu unserm Glück brannte die Sonne noch nicht allzu sehr vom Himmel, sonst hätte der Draiser Berg wohl mehr Opfer verlangt als nur den Initiator des Triathlons, der auf dieser Etappe noch mal alles gab, was er hatte. An dieser Stelle sei auch den vielen Helferinnen und Helfer noch einmal ein herzliches Dankeschön, die uns an mehreren Wegposten mit Trinken, Zwischenzeiten und Infos zur Strecke versorgten. Trotz dieser Hilfen gab es dennoch Ausreißer aus der Gruppe, die das Mainzer Umland auf eigene Faust erkundeten, denn schließlich „sieht manN ohne Orientierungssinn viel mehr von der Welt“. Aber auch die schönsten Irrfahrten gehen mal zu Ende, und so näherte sich gegen 11 Uhr auch der letzte dem Naturschutzgebiet um seine drei Runden zu absolvieren (während andere schon fertig waren und ihr Bierchen tranken). Das Ende des Triathlons geriet noch einmal zur Tortur, nicht nur auf die zunehmende Hitze ist es wohl zurückzuführen, dass einige überhaupt nicht mehr laufen konnten, andere dagegen sogar noch eine Runde weiter liefen. Aber nach 2:40h war auch der letzte Läufer im Ziel und wurde gebührend gefeiert. Nach einem harten Zweikampf konnte Fabian Heuckeroth den Sieg nach 1:41h für sich verbuchen. Trotz einiger kurzfristiger Ausfälle aufgrund von Verletzung, Krankheit und Arbeit, die das ganze Unternehmen fast zum Ausfall gebracht hätten, konnten wir alle stolz sein,diese Herausforderung erfolgreich gemeistert zu haben.Dieser Erfolg und Beweis, was wir zu leisten im Stande sind in der kommenden Saison, wurde abends noch bei unserm Sponsor und Mannschaftskameraden Herbert Wein gebührend bis in die späte Nacht hinein bei Grillgut und Bier gefeiert.
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