Komasaufen, das extreme Trinken bis zum "Stillstand der Pupillen", ein Phänomen, das bei Jugendlichen um sich greift. Alkohol ist mitten in der Gesellschaft. Die legale Volksdroge Nr.1, die von Fachleuten oft als gefährlicher, als so manche illegale Droge eingestuft wird, schädigt massiv sowohl das Individuum als auch die Gesellschaft. Gerade Jugendliche sind gefährdet, denn Körper und Organe sind noch in der Entwicklung. Hinzu kommt in den schwierigen Entwicklungsjahren eine oft labile Psyche. Gruppendynamik, schlechte Vorbilder mit unüberlegtem und laxem Alkohol-Umgang verführen junge und immer jüngere Menschen zum Einstieg. Schlimmer noch: Wer nicht mitsäuft, wird als Schwächling ausgegrenzt. Dabei ist es genau umgekehrt.
Wir appellieren an Trainer, Betreuer, Aktive und auch die älteren Jugendlichen: Übernehmt Verantwortung für Euer Handeln und lebt es den Jüngeren vor: Alkohol und Sport widersprechen sich! Jeder von Euch weiß das!
Hier kann man sich informieren: www.bist-du-staerker-als-alkohol.de.
Speziell die Auswirkungen von Alkohol auf Sportler findet man hier
Analog zu unseren Bestrebungen wird das Angebot an "alkoholfreien, bzw. alkoholarmen" Getränken ausgeweitet und im Verhältnis zu den alkoholischen vergünstigt.
Alkoholische Getränke, wie Wein, Weinschorle, Pilsbier, Hefeweizen, bzw. Grapefruitweizen dürfen und werden bei Veranstaltungen/Spielen mit Jugendlichen nicht mehr verkauft werden, auch ist deren Verzehr während Jugendveranstaltungen nicht mehr gestattet. Diese Richtlinie wurde vom Dachverband DHB analog zu anderen Sportverbänden zur neuen Saison erlassen!
D.h.: Wenn in der Halle die Jugend spielt, hat im öffentlichen Bereich, also im Verkaufsbereich, auf den Tribünen und der Empore, sowie im Eingangsbereich vor der Halle niemand Bier (oder andere alkoholische Getränke) zu trinken! Der HCG ist, we auch die Gastvereine, gehalten, auf die Einhaltung dieser Richtlinie zu achten.
Die Umsetzung der Richtlinie hin zu einem alkoholfreien Spiel- und Trainingsbetrieb ist, bei allen Argumenten die gegen den Alkohol sprechen, - die auch jeder hinreichend kennt (oder kennen sollte) - mehr als eine Herkulesaufgabe. Alkohol ist leider quer durch alle Bevölkerungsschichten ein zu selbstverständlicher Begleiter.
Jeder kennt jemanden im näheren oder weiteren Umfeld, der oder die mit Alkohol Probleme hatte oder hat. Mal ist es der existenzielle Führerschein, der abgenommen wurde, mal fliehen die Lebenspartner. Kommt zum ersten Problem das zweite oder dritte, nimmt die Spirale in den Abgrund so richtig "Fahrt auf". Diese Menschen haben irgendwann über erste Bierchen in heiterer Runde den Einstieg in ihre Sucht gefunden und waren oder sind immer überzeugt, alles im Griff zu haben. Doch wenn Sie erst einmal vom Alkohol gefangen sind, werden sie nur mit unglaublicher Kraft und Ausdauer diese Geißel wieder los. Eigenschaften die gerade bei den Betroffenen nur selten anzutreffen sind. Spätestens hier macht das Umfeld eine Kehrtwendung. Galt es bis dahin als schick, sich zu jeder noch so nichtigen Gelegenheit zuzuprosten, wird ein Alkoholiker zunehmend ausgegrenzt.
Diese oder ähnliche Karrieren kann man überall nachlesen. Es gehört keine besondere Kraft dazu "mitzusaufen". Wahre Größe beginnt da, wo man aus Verantwortung für sich selbst und anderen gegenüber das "Feiern" mit Alkohol nur zu besonderen Anlässen in Maßen und im Alltag am besten gänzlich meidet.
In diesem Sinne bitten wir um Verständnis, wenn der HCG aus Verantwortung für seine Jugend die Latte für den Alkoholverzehr wesentlich höher legt, als bisher.
Sollte am Ende der Saison 2008/2009 keine wesentliche Verbesserung im Verhalten der Aktiven im Umgang mit Alkohol (im Umfeld des Trainings- und Spielbetriebs) zu verzeichnen sein, wird der Vorstand die Mitgliederversammlung auffordern, Maßnahmen zu Sanktionen für Unverbesserliche zu beschließen.