Handball unter umgekehrten Vorzeichen: Denn anstatt Schlimmeres zu verhüten führte der Aufsteiger den Titelanwärter aus Ludwigshafen zeitweise richtig vor. 16:6 stand es um die 25. Minute.
Limbi, Flex, Dawid saßen verletzt auf der Tribühne und beobachteten, wie der HCG hochkonzentriert startete und mit dem notwendigen Quentchen Glück klappte im Durchgang 1 nahezu alles, während die Friesenheimer die Panele von der Wand zu schießen drohten, denn mindestens 10 Wurfversuche knallten an die Wand und 2 Siebenmeter wurden versemmelt. Obendrein - nachteilig aus Friesenheimer Sicht - hatte Guido Kerz mal wieder einen seiner guten Tage und fischte das meiste ab, was noch aufs Tor kam. Mit 18:10 ging es in die Pause, bei allenthalben ungläubigem Staunen auf den Rängen, hatten die meisten doch eher einen umgekehrten Zwischenstand erwartet. Natürlich begann gleich die Kalkulation, würde Friesenheim jetzt aufdrehen, reicht der Vorsprung, kommen wieder die berühmten 10 Minuten, wo nix geht?
Ja klar, die Friesenheimer drehten auf und gingen nun konzentrierter zu Werke, schossen nicht mehr aus allen Lagen sondern spielten sich die Torchancen heraus. Jeder Anschlusstreffer wurde von der Friesenheimer Bank und den wenigen Fans ausnehmend bejubelt. Man war bis in die Haarspitzen motiviert, das Ding noch zu drehen. Doch die Wetterlinge und die Gonsenheimer Fans hielten ebenso konzentriert, bzw. lautstark dagegen. Um die 45. Minute waren nur noch 4 Tore Vorsprung übrig und in der 51 Minute fiel mit dem 23:23 der erwartete erste Ausgleich nach dem 1:1 aus der ersten Minute. Spätestens jetzt war es ein offener Schlagabtausch. Aber der HCG konnte immer wieder vorlegen, Friesenheim musste nachziehen und stand weitaus mehr unter Druck - und die Zeit lief für den HCG... die letzten 2 Minuten ging Friesenheim raus, Mann gegen Mann, jedoch das Katz- und Mausspiel lag Hanni und Co sichtlich besser und es führte zu weiteren HCG-Treffern.
Die insgesamt nur 3 / 3 Hinausstellungen in der zweiten Hälfte schafften keine wirklichen Vorteile für die eine oder andere Mannschaft. Insgesamt war es ein faires Spiel, was man letztlich auch dem Schierigespann Franz Josef Collet / Ingo Mayer aus dem Saarland schuldet, die das Spiel unauffällig und souverän leiteten.
Es trafen: Stefan Hefner (4/2), Niko Krämer (6), Thomas Reichard (3), Andi Hannappel (5), Florian Bieker (2), Sven Engel (3), Eugen Dick (3), Kai Kiene (4).
26.10.2009: AZ - Online: Heimerfolg redlich verdient
Am 25.10. um 16 Uhr ist Anpfiff für das nächste Heimspiel unserer Oberligisten gegen die Zweit-Liga-Reserve der TSG Friesenheim (bei Ludwigshafen). Mithalten ist hier angesagt. Friesenheim II hat 5 von 4 Spielen gewonnen ist ganz oben dabei. In der 2. Liga ist Friesenheim, alias "Die Eulen", seit 15 Jahren dabei und aktuell auf Platz 2 und Tabellenführer in der ewigen Tabelle der 2. Liga - Schlusslicht in dieser Tabelle ist ein "Bekannter" der TV-Nieder-Olm. Wir freuen uns auf ein schönes Handballspiel und drücken die Daumen, dass sich der Krankenstand bei den unseren bis dahin reduziert...