13.12.2008: Einmalige Fast(weih)nachtsfeier

Die Ranzengarde spielt für die HCGler
Die Ranzengarde spielt für die HCGler

Wolfgang Carstens wird geehrt!

Wolfgang Carstens 31 Jahre im Vorstand!
Wolfgang Carstens 31 Jahre im Vorstand!

Als vierfarbbunte Fast(weih)nachtsfeier war sie angekündigt... die Jahresabschlussfeier der Aktiven 2008. Vor halbleeren Stuhlreihen begann das Opening pünktlich um 19.33 Uhr: Die Mainzer Ranzengarde marschierte mit dem Vorstand (Elferrat) auf die Bühne. Ein Bild, das sicherlich Seltenheitscharakter behalten wird.

Vor dieser wunderschönen Kulisse folgt der erste Höhepunkt: die bis zu diesem Zeitpunkt geheim gehaltene Ehrung unseres Gründungsmitglieds und Vorstandsmitarbeitrekordhalters Wolfgang Carstens, alias "Kassierer". Bis auf ein Jahr, in dem er mal kurz eine Auszeit nahm, ist er ununterbrochen im Vorstand in den verschiedensten Positionen tätig. Und das was er macht, hat stets Hand und Fuß. Für 31 Jahre Vorstandsarbeit erhielt er nun die Ehrenadel in Bronze vom Präsidenten des HVR Klaus Kuhn und dem Vize des Süd-West-Deutschen Handballverbands, Jürgen Blaschke überreicht. Die Anwesenden feierten den beliebten Vorständler mit stehenden Ovationen.


Etwas anderes - nicht immer die gleiche Leier...

Die 3. Damen mit einem Fastnachtspopourie
Die 3. Damen mit einem Fastnachtspopourie
Gisela Abels, die rasende Reporterin
Gisela Abels, die rasende Reporterin

... war der Tenor der Veranstaltung. Immer wieder was neues: die Idee zu dieser ersten Weihnachtsfeier mit närrischem Anstrich kam direkt nach der letzten Feier. Kontakte zu den notwendigen Korporationen sind ja da. Kleppergardenvorsitzender und gleichzeitig stellvertretender Ortsvorsteher von Gonsenheim, Wolfgang Oepen war in Vertretung von Sabine Flegel erschienen. Die Kleppergarde schickte u.a. zwei Vorträge ins Rennen. "Krankenschwester" Daniela Petri und die "Rasende Reporterin" Gisela Abels hatten jedoch Schwerstarbeit zu leisten, werden sie doch sonst bei ihren Vorträgen von den Kappellen pointiert mit Tuschs unterstützt. (Damit auch der letzte merkt, wann er zu lachen hat...) Aber auch ohne Kapelle zogen beide ihre Reden professionell durch und ernteten ihren wohlverdienten Applaus.

Die 3. Damen steuerten den einzigen HCG-Vortrag bei und lieferten einen viel bejubelten Fastnachts-Potpourie aus Mainzer Liedgut zusammengestellt.

Ranzengarde und Guggemusik rahmten das ganze ein. Sie kamen für je eine geringe Aufwandsspende, denn mindestens 2 Stunden braucht allein die Guggemusik "Doggugense", die sich jetzt "Haibachfetzer" nennen, um sich anzukleiden und zu schminken.

Auch gab es einen 4-farbbunten Weihnachtsbaum. Und noch nie hat HVR Präsi Klaus Kuhn mit einer echten Garde im Hintergrund eine Ehrung ausgesprochen.

Also insofern gab es schon eine ganze Reihe an Außergewöhnlichem zu erleben.

Viele leere Stühle 10 Minuten vor Beginn...
Viele leere Stühle 10 Minuten vor Beginn...

Alles ganz schön und nett und es hätte...

...wohl wirklich brennen können, wenn denn die Hütte voll gewesen wäre. Jedoch einen halbleeren Saal in Wallung zu bringen, ist selbst bei noch so tollem Programm eine schier unlösbare Aufgabe. 

Erst mit Ende des Programms füllte sich die TGS Halle, die Uhr war schon weit fortgeschritten, als Flo Bieker mit seinem Notebook die Disco begann (die erst spät nach zwei ein Ende fand...) Den Organisatoren der üppigen Tombola unterlief noch ein einschneidender Fehler, denn bei zwei Sorten Lose, fanden die Käufer schnell heraus, dass die "einen" die Gewinnnummern enthielten und die "anderen" nur Nieten waren. 

Auch nicht so schön war, dass so mancher schon recht ordentlich vorgeglüht hatte. Einer, der sich so selbst aus dem Verkehr zog, musste schon, bevor es richtig los ging, per Sanka ins Krankenhaus gefahren werden.

Auch die missgünstigen Sperrfeuer aus mehr oder weniger berufenem Munde im Vorfeld, die wilde Gerüchte um Verschwendung in Umlauf setzten, sind alles andere als motivierend für die Akteure. Dass diese Gerüchte von wieder anderen nachgeplappert wurden und in höchst vorwurfsvollen Ton zwischen Tür und Angel den Vorständlern bei allen möglichen Gelegenheiten um die Ohren gehauen wurden, trägt sein übriges bei. Da muss man schon großen Sportsgeist aufbringen, um nicht hinzuschmeißen!

Auch typisch für den HCG: Ganze drei, sprich Carola, Rebecca nebst Vorsitzendem durften am Samstag vormittag 3 Stunden lang den Aufbau bestreiten.

Und wenn am Ende einem großen Teil der Feiergäste, die paar Euros für ein reichliches und leckeres Buffet zu viel sind und erst zu später Stunde eintreffen, dann brauchen wir eine Feier in dieser Art nicht mehr machen. Da haben die Störer dann nämlich recht: Das ist Verschwendung!

Auch bezeichnend, dass das Fahrrad der VR-bank, ein Tombola-Hauptgewinn, am Samstagmorgen in den HCG-Keller verfrachtet werden mußte. Der Gewinner hat es schlicht stehen lassen.

Der Vorstand ist jedenfalls alles andere als hoch motiviert und wird sich in dieser Form jedenfalls nicht mehr für eine Jahresabschlussfeier einbringen.

Vorschlag: Ein Festausschuss kümmert sich ausschließlich um das Fest und hat dann weit aus mehr Möglichkeiten, als der ehedem mit anderen Aufgaben genügend ausgelastete Vorstand...

So nun ist alles erzählt. Es war ein bisschen viel in letzter Zeit. Dem Frust folgt aber irgendwann wieder die Lust. Waren wir in den vergangenen Jahren eher ein Feierverein und sportlich wenig berühmt, so ist das in diesen Tagen eben mal anders. 4 Herbstmeisterschaften trösten da schon ungemein. 

Wir wünschen frohe Festtage und einen guten Rutsch, auf dass die nächste Feier den sportlichem Erfolg zum Anlass hat!