Ein Thema, ebenso notwendig wie unbeliebt.
Der HCG lebt seit Jahren von der Hand in den Mund. Die Angst der Vorstände, an den Mitgliedsbeiträgen etwas zu verändern, weil dann viele austreten würden, ist nachvollziehbar, aber eigentlich unbegründet. Hat man sich erst 2006 dazu durch gerungen, die untragbare Struktur z.B. des Familienbeitrags zu ändern (spitz gesagt: eine Oma zahlte, und die Kinder und Enkel waren damit Familien-Mitglieder) und parallel die passive Mitgliedschaft einzuführen, so hat das entgegen aller Befürchtungen nicht zu nennenswerten Austritten geführt. Der Verein hat bei normaler Fluktuation Stand 1.1.2009: 525 Mitglieder, mehr denn je. Ebenso hat die Einführung der Arbeitsstunden in 2008, die in den meisten Vereinen gang und gäbe sind, keine Austrittswelle ausgelöst.
Die Oberliga, das sportliche Ziel unserer "Ersten" soll gelingen. Schließlich wurde 1977 aus ähnlichem Anlass heraus der HCG gegründet. Sportlich - sieht es derzeit gut aus, aber finanziell ist das momentan nur als Abenteuer zu bezeichnen. Hier kommt eine Mammutaufgabe auf den HCG zu, die nicht dem Vorstand allein überlassen werden kann. Hier müssen möglichst alle an einem Strang ziehen.
Diese Kosten zu stemmen, das wird doppelt schwierig vor dem Hintergrund, dass der HCG mit seinen niedrigsten Mitgliedsgebühren in der Region den stetig steigenden Kosten eh schon hinterherläuft und auch ohne Oberliga um eine Gebührenerhöhung in 2009 nicht herumkommen wird.
Nach allen Kriterien, die bisher geprüft wurden, genügen die Mitgliedsbeiträge schon lange nicht mehr, um den ideellen Betrieb zu finanzieren. Hierzu gehören in erster Linie die Trainer-, Material- und Schiedsrichterkosten sowie die Verbandsbeiträge und Versicherungen. In der Summe hat der HCG, je nach Betrachtungsweise, eine Unterdeckung von rd 10 bis 20 tsd Euro, die bisher durch Spenden, Zuschüsse und vor allem durch den Wirtschaftsbetrieb gedeckt werden müssen. Ein solides Wirtschaften ist das nicht, von Rücklagenbildung ganz zu schweigen.
Kommt zu dieser Unterdeckung noch der gewünschte Aufstieg in die Oberliga, dann reden wir mindestens von dem doppelten Fehlbetrag.
Ungeachtet der schwierigen Vergleichbarkeit, da der HCG ein Einspartenverein ist, und alle anderen i.d.R Großvereine mit mehreren 1000 Mitgliedern: Schaut man sich in der "Nachbarschaft" Budenheim um, so stellt man fest, dass aktive Jugendliche dort 8 Euro pro Monat und aktive Erwachsene 13 Euro pro Monat zahlen werden. Selbst passive Erwachsene zahlen 8 Euro. (Beim TV Nieder-Olm werden für Jugendliche sogar 11,50 und Erwachsene 14 Euro fällig.) Von diesen Beiträgshöhen sind wir weit entfernt.
Wie das beim HCG im Detail aussehen wird, daran arbeiten wir derzeit sehr intensiv. Sicher ist: passive Mitglieder sollen nicht stärker belastet werden.
Zu spekulieren ist sicherlich müssig, denn es wird voraussichtlich im März 2009 eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben, die sich mit TOP 1 Mitgliedsbeiträge und TOP 2 Oberliga befassen wird. Soviel zu diesem Zeitpunkt.